Dirigent/ musikalische Leitung

   Michael Stecher übernimmt die Chorleitung beim MGV

Oberschmeien. Unterschmeien. Bereits am 1. Weihnachtsfeiertag übergab der scheidende Chorleiter Richard Fischer den Taktstock an Michael Stecher. Michael ist bei den Sängerkameraden kein Unbekannter. War er doch schon bei Stimmbildungsmaßnahmen, Altmaterialsammlungen sowie bei einzelnen Auftritten mit dem MGV unterwegs. Aus diesem Grunde unterbricht Michael vorerst sein Mitwirken im Rulfinger Chor. Michael Stecher springt beim MGV ein und verhindert eine länger anhaltende "Gesangslosigkeit" des Männerchores.

Lieber Michael,

herzlichsten Dank für Dein Engagement, damit es bei uns nahtlos übergeht. Wir begrüßen Dich bei uns im Männergesangverein Schmeien.

Oberschmeien. Mit Ablauf des 31.12.2018 verlässt unser Richard den Männergesangverein Schmeien 1921 e.V.

Ein Vollblutmusiker und ein wahrer Profi gibt den Dirigentenstab ab. Richard war nicht nur ein großartiger Musiker und Dirigent. Vielmehr war Richard ein Freund der Sängerkameraden in Schmeien. Aus privaten Gründen zieht sich Richard erst einmal zurück. Mit dem Festgottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag in der Kirche St. Georg in Oberschmeien dirigierte Richard den Chor zum vorerst letzten Male.

Richard Fischer hat in sehr hohem Maße an der Qualität unseres Chores mitgewirkt. Das Ansehen des Männergesangverein wuchs mit Richard enorm, umso schmerzlicher nun der musikalische und zwischenmenschliche Verlust. Andreas Janz stellte aber fest, dass dies ja auch nur vorübergehend sein müsste. Richard wird mit seinen Mannen aus Schmeien und Gutenstein eng verbunden bleiben.

 

Lieber Richard,

der Männergesangverein möchte sich für Deine 8-jährige Dirigentenzeit herzlichst bei Dir bedanken. Wir wünschen Dir alles Gute, Glück, Gesundheit und Zufriedenheit für Deine Zukunft. Mögen sich unsere Wege immer wieder kreuzen!

 

Vorstandschaft und Sängerkameraden

Männergesangverein Schmeien 1921 e.V.

Der Dirigent
Ein Gedicht von Friedrich Graf

 
 

 



Herrlich ist es, wenn sich schöne
Harmonie versessene Töne
eng umschlingend zart vereinen
um des Menschen Ohr zu füllen,
es mit Hörgenuss zu stillen!

Manchmal kann man sogar weinen,
wenn die Musik braust in Moll,
oder wenn der Geiger toll
lieblich den Olymp erklettert
und ungebremst das Waldhorn schmettert,
wenn die Harfe lieblich klingt,
Pianotakt den Frust bezwingt,
die Klarinette kraftvoll tönt.

Das alles wird noch überdröhnt
von einer lauten Zugposaune,
die sich bemüht um gute Laune.
Fast schüchtern wirkt die Piccoloflöte,
vorlaut jedoch die Jazztrompete;
die Paukenkonstruktion sie wackelt,
wenn sie der Schläger wild betackelt!

Und über allem, majestätisch,
thront mächtig vor dem kleinen Stehtisch,
der, der die Noten überdenkt
und sicher das Orchester lenkt:
Der Dirigent!

Sein Gesicht, es wirkt verklärt,
seine Gestalt ist ausgezehrt;
mit geballter Energie
bändigt er die Sinfonie.

Ungebremst sein Taktstock wirbelt,
die linke Fingerfront sie zirbelt,
drohend hebt er beide Hände,
um aus jedem Instrumente
flüssig ohne Rast und Stocken
Melodie heraus zu locken.

Aufgebläht ist seine Kehle,
flüsternd schleudert er Befehle;
seine Stirn legt sich in Falten,
wenn die Musiker erkalten.

Das linke Auge blickt gebannt
dem ersten Geiger auf die Hand,
das rechte Auge rollt gefährlich
vor Eifer flackernd unaufhörlich
vom Notenpult zu seiner Herde,
damit ja alles richtig werde.

Er ist erhitzt, es dampft sein Hirn,
die Haare hängen von der Stirn,
er ist entrückt und wie berauscht,
wenn er dann das Produkt belauscht,
das er erschuf mit Willenskraft
und ungebremster Leidenschaft,
um es den Gästen darzulegen,
die beglückt die Klassik pflegen:

Musik hören ist sehr schön
und für jeden ein Genuss - - -,
aber leider nicht für den,
der sie dirigieren muss!